Warnsdorf

Industriestadt am Fuß des Lausitzer Gebirges (Lužické hory), im Tal der Mandau (Mandava), Grenzstadt (Deutschland). Auf dem Gebiet der Stadt waren ursprünglich mehrere Dörfer, die erst nach dem Jahr 1849 zusammengeschlossen wurden. Somit entstand das größte Dorf der damaligen ‚Österreich-Ungarischen Monarchie. Zur Stadt wurde Warnsdorf (Varnsdorf) erst im Jahr 1868 erhoben. Zu traditionellen Handwerken gehörte hier die Verarbeitung von Lein, die sich zur Manufakturherstellung und im 19. Jahrhundert zur Fabrikherstellung entwickelt.

Interessantes
Die Gemeinde bekam erst im 19. Jahrhundert einen städtischen Charakter und hat deshalb kein historisches Zentrum. Zu architektonischen Denkmälern gehört vor allem die barocke Kirche Hl. Petrus und Paulus aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts. Weitere Denkmäler sind die neoromanische altkatholische Kirche aus den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, die neogotische Kirche Hl. Karl von Boromea, deren Turm unvollendet blieb, und die einzigartige neogotische evangelische Kirche, die aus glasierten Ziegelsteinen erbaut wurde (beide vom Anfang des 20. Jahrhunderts). Eine Dominante der Stadt ist der 29 m hohe Aussichtsturm Burgsbergwarte (Hrádek). Bei der Mandau (Mandava) blieben viele alte Häuser (Volksarchitektur) erhalten, ein technisches Denkmal ist die ehemalige Textilfabrik der Firma Frölich und Sohn (heute Velveta) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welche mit klassizistischen Motiven geschmückt ist. In der Stadt befindet sich ein Museum mit einer Ausstellung zur regionalen Geschichte (in dieser Zeit geschlossen).

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