Zu den Zwergen nach Rynartice (Rennersdorf)

  • Zu Fuß
  • Für Familien mit Kindern
  • Für Anfänger

Diese Rundwanderung beginnen wir in Jetřichovice (Dittersbach). Von hier aus folgen wir demgelb markierten Weg durch den Grund Haťův důl und hinauf zum Kreuzungspunkt Pod Suchým vrchem. Hier biegen wir rechts ab. Auf dem blau markierten Weg gehen wir erst auf einem Waldweg und dann um den Křížový vrch (Kreuzberg) herum. Hier haben wir eine Aussicht auf die Dittersbacher Felsen und den Studenec (Kaltenberg). Weiter kommen wir in die Ortschaft Rynartice (Rennersdorf). Auf der Straße gehen wir den blauen Markierungen folgend nach rechts, bleiben aber, wenn diese nach links abbiegen, auf der Straße, die hinter einer Kurve steil talwärts führt. Nach 250 m sehen wir am Hand Stufen, die uns zu Trpasličí skála (Zwergfelsen), wo farbige in einen Felsen eingehauenen Reliefs von Zwergen zu sehen sind, bringen.

Auf derselben Straße kehren wir zurück und gehen nun auf dem blau markierten Weg über die Wiese und dann steil bergabwärts durch den Wald nach Pavlínino údolí (Paulinengrund). Hier treffen wir auf den rot markierten Weg und gehen weiter nach rechts flussabwärts entlang des Chřibská Kamenice (Kreibitzbach). Durch ein bewaldetes Tal kommen wir bis zum Freibad, wo wir nach rechts abbiegen und vorbei an Bungalows und am Hotel Bellewue zurück nach Jetřichovice (Dittersbach) kommen.

 

Zwerge ohne Schneewittchen
 

Über der Straße von Rynartice (Rennersdorf) nach Jetřichovice (Dittersbach) ragt der Zwergfelsen empor. Die Reliefs von sieben Zwergen wurden um die Jahrhundertwende von den hiesigen Künstlern Eduard und Ernst Vater geschaffen. Eduard Vater begann um 1870, den Felsenpfad und die Zwerge in den Steinzu hauen und sein Werk wurde später von seinem Sohn Ernst vollendet.

Inspiriert hat sie nicht nur das bekannte Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen, sondern auch die lokale Geschichte der armen Obdachlosen Rietschel, die sich durch den Verkauf von Holz, das sie im Wald gesammelt hatte, ernährte. Im Sommer lebte sie unter einem Felsüberhang, der Rietschelweibstube genannt wurde. Im Winter bezahlte sie sichvon ihrem gesparten Geld eine warme Unterkunft bei mitleidigen Menschen. Einmal überraschte sie ein heftiger Sturm und als sie rannte, sich unter ihrem Überhang zu verstecken, fiel sie zu Boden und hakte sich imFelsen fest. Auf einmal standen in der Schlucht sieben kleine Männchen mit spitzen Mützen, die ihr halfen und sie in ihr Versteckt trugen. Bevor sie verschwanden, legten sie auf den Felsen sieben Münzen, die der Frau halfen, bis ins hohe Alter in Ruhe zu leben.

Die Reliefs der Zwerge wurden nach dem zweiten Weltkrieg nach und nach mit Moos bewachsen. Nach 1989 wurden sie gereinigt und neu bemalt. Sie begeistern vor allem Kinder– eine spannende Aufgabe ist es, in den Felsen alle sieben Zwerge zu finden. Beim Suchen nach den Zwergen finden Sie im Felsen vielleicht auch eine kleine Nische – es heißt, dort habe sich Ernst Vater bei der Arbeit sein Bier hingestellt, damit es kalt genug bleibt.


Das Projekt Tourismus ohne Grenzen wurde mit Mitteln aus dem Programm für das Ziel 3 zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007 - 2013 gefördert.

 

Kategorie: 

  • Zu Fuß

Schwierigkeit: 

  • Für Familien mit Kindern
  • Für Anfänger

Höchster Punkt: 

471 m. n. m.

Unterste Punkt: 

226 m. n. m.

Überhöhung: 

454 m

Distanz: 

12.8 km

Dauer: 

4 h

Wanderung : 

  • Wanderung mit Legenden
  • Wanderung mit Sehenswürdigkeiten
  • Wanderung mit einer Begebenheit

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