Vom Vlčí hora (Wolfsberg) zur Burg Kyjovský hrádek (Ober-Karlstein)

  • Zu Fuß
  • Mittlere Schwierigkeit

Mit dem Touristenzug Nr. 084 auf der Strecke Rumburk (Rumburg) – Krásná Lípa (Schönlinde) – Mikulášovice (Nixdorf) kommen wir in die Ortschaft Panský (Herrnwalde). Diese Zugverbindung fährt nur am Wochenende und an Feiertagen. Vom Bahnhof aus folgen wir dem gelb markierten Weg hinauf auf den Vlčí hora (Wolfsberg), auf dessen Gipfel der Aussichtsturm eine herrliche Panoramaaussicht bietet. Hier gelangen wir auf Köglerova stezka Krásnolipskem (Köglers Naturpfad), auf dem wir bis in das Dorf Vlčí Hora (Wolfsberg) hinuntersteigen und weiter bis zum Aussichtspunkt auf der Wiese gehen, wo sich eine interessante Aussicht auf das Panorama des Lausitzer Gebirges öffnet. Danach kommen wir in einen Wald, gehen vorbei an Englův pramen (Engls Quelle) und weiter auf einem Waldpfad bis wir zu Dixův mlýn (Dixsmühle) in der Ortschaft Kyjov gelangen.

Weiter führt uns der Weg das Kyjovské údolí (Khaatal) hinunter den Fluss Křinice (Kirnitzsch) entlang. Auf der rechten Seite können wir einen Abstecher zu einer kleinen Höhle machen, die Vinný sklep (Weinkeller) genannt wird. Im Winter finden wir hier interessante Eisgebilde. Weiter folgen wir dem Naturlehrpfad, Am Kreuzungspunkt Pod Praporkem verlassen wir dann das Kyjovské údolí (Khaatal) und steigen hinauf auf den Felsensteig. Der Aufstieg zur Burg Kyjovský hrádek (Ober-Karlstein) ist steil, wir müssen auf steinernen Stufen und eisernen Leitern hinaufsteigen und durch enge Schluchten gehen. Vorbei am Aussichtspunkt Praporek kommen wir bis zu einem großen Felsenplateau, wo die Überreste von Kyjovský hrádek aus dem 13. Jh. zu sehen sind. Eher als eine Burg war es ein befestigtes Dorf, in dem Prospektoren wohnten, die in der Umgebung nach Gold und Eisenerz suchten.

Von Kyjovský hrádek (Ober-Karlstein) aus steigen wir auf einer schmalen Treppe in die Schlucht Kateřinská rokle hinunter. Dort führt der Weg wieder steil bergauf bis zum Aussichtspunkt Skalní bratři (Felsenbrüder), wo uns ein erneuter Abstieg in eine Schlucht und dann ein erneuter Aufstieg zur nächsten Felsenaussicht erwartet. Diese Aussicht trägt den Namen Kinského vyhlídka (Kinsky-Aussicht) und bietet einen Blick ins Kyjovské údolí (Khaatal). Von dort aus folgen wir dem gelb markierten Weg und kommen am alten sudetendeutschen Friedhof vorbei. Von hier aus können wir mit einem Touristenbus zurück nach Krásná Lípa (Schönlinde) fahren. Der Bus fährt von April bis Oktober an Wochenenden und während der Sommerferien täglich.

Die Legende von den Raubrittern von Ober-Karlstein

 

Vor langer Zeit lebten auf Ober-Karlstein Raubritter, die in der naheliegenden Lausitz plünderten. Lange Zeit gelang es den Lausitzern nicht, die Räuberburg zu finden, weil die Ritter ihre Pferde mit umgekehrten Hufeisen beschlagen hatten. Die Bürger aus Zittau schickten viele Späher, jedoch ohne Erfolg. Schließlich gelang es einem Späher, den Sitz der gefürchteten Räuber zu finden. Er bestach ein Mädchen, das auf der Burg arbeitete, und es verriet ihm sowohl die Lage, die Größe der Mannschaft als auch den geheimen Eingang. Bald kam ein großes Heer aus Zittau, die Burg wurde eingenommen und die meisten Räuber ermordet. Die überlebenden Raubritter schworen grausame Rache. Sie banden das verräterische Dienstmädchen an einen Balken im Gatter und sägten es in zwei Hälften.

 


Das Projekt Tourismus ohne Grenzen wurde mit Mitteln aus dem Programm für das Ziel 3 zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007 - 2013 gefördert.

 

Kategorie: 

  • Zu Fuß

Schwierigkeit: 

  • Mittlere Schwierigkeit

Höchster Punkt: 

559 m. n. m.

Unterste Punkt: 

365 m. n. m.

Überhöhung: 

335 m

Distanz: 

9 km

Dauer: 

3 - 4 h

Wanderung : 

  • Wanderung mit Legenden
  • Wanderung mit einer Begebenheit
  • Wanderung mit Bus und Zug

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