Aussichten bei Jetřichovice (Dittersbach)

  • Zu Fuß
  • Für Familien mit Kindern
  • Mittlere Schwierigkeit

In Jetřichovice (Dittersbach), unweit des Infozentrums, befindet sich eine Kreuzung von Wanderwegen. Von hier aus gehen wir auf dem rot markierten Weg ins Königreich der Felsen. Wir gehen an hohen Felsenwänden vorbei, immer bergauf, zu einer hölzernen Hütte auf dem Gipfel des Mariina skála (Mariafelsen). VomWegweiser aus erwartet uns ein steiler Aufstieg bis auf ein Sandsteinplateu. Die hölzerne Hütte wurde im Jahre 2006 erneuert, nachdem nachlässige Besucher die alte in Brand gesetzt hatten.

Dann steigen wir hinunter und gehen weiter zur Vilemínina stěna (Wilhelminenwand). Eine Weile gehen wir unter einem Felsendach, wo der Steig in den Felsen gehauen wurde, damit er Steig weiter führen kann. Auf dem Zickzackweg kommen wir zu zwei Felsenschluchten, Steinpforten, wo sich der Abstecher zur Vilemínina stěna (Wilhelminenwand) befindet. Über einen Felsengraben kommen wir dann zum Aussichtsplateu mit Geländer. Von hier aus ist Mariina skála (Marienfels) ausgezeichnet zu sehen.

Jetzt kehren wir zurück zum Kreuzungspunkt mit Wegweiser und der Hütte. Wir stehen inmitten des Waldes Purkartický und gehen in Richtung Rudolfův kámen (Rudolfstein). Auf einem wunderschönen Weg kommen wir in eine Waldlichtung. Von hier aus können wir die Hütte auf dem Gipfel von Rudolfův kámen (Rudolfstein) sehen. Der Aufstieg ist anstrengend, auf unzähligen hölzernen oder steinernen Treppenstufen, einer eng am Felsen anliegenden kleinen Brücke, auf einem kleinen Steig und einer Leiter gelangt man zum Geländer und dann auf einem nackten Felsen bis zum Gipfel. Die atemberaubende Panoramaaussicht entlohnt reichlich für diese Mühe.

Durch eine breite Schlucht steigen wir hinunter bis auf einen größeren Weg. Von hier aus gehen wir etwa einen Kilometer zum Kreuzungspunkt Pohovka und dann folgen wir dem grün markierten Weg zurück nach Jetřichovice (Dittersbach).

Maria, Wilhelmine, Rudolf – Fürstennamen, die in Stein geschrieben wurden

Alle drei Aussichten bei Jetřichovice (Dittersbach) wurden nach den Mitgliedern der Fürstenfamilie Kinsky benannt, der die Herrschaft von Česká kamenice (Böhmisch Kamnitz) gehörte.

In 1856 wurde unter Ferdinand Bonaventura Fürst Kinsky auf dem Gipfel von Mariina skála (Marienfels) eine hölzerne Unterstandshütte errichtet und nach seiner Gattin Maria Anna Kinsky, geb. Fürstin Liechtenstein benannt. Früher wurde der Felsen Velký Ostrý (Grosser Spitziger) genannt. Immer wenn die Fürstfamilie zu Besuch kommen sollte, wurde an der Hütte eine Fahne mit Wappen aufgesteckt.

Vilemínina stěna (Wilhelminenwand) hieß vorher Černá stěna (Schwarze Wand). Dieser Name ist jedoch heute schon fast vergessen. Der Felsen wurde nach der Fürstin Wilhelmine Kinsky, Gattin von Rudolf Kinsky, benannt. Der Öffentlichkeit wurde er in der Mitte des 19. Jh. zugänglich gemacht und hier wurde eine hölzerne Hütte errichtet, die jedoch schon lange nicht mehr existiert.

Rudolfův kámen (Rudolfsstein), hieß vorher Ostroh oder Hoher Stein. Den jetzigen Namen trägt er seit 1824, als er nach Rudolf Fürst Kinsky benannt wurde. Fürst Kinsky hatte in diesem Jahr den Felsen besucht und ließ später hier eine Hütte errichten.


Das Projekt Tourismus ohne Grenzen wurde mit Mitteln aus dem Programm für das Ziel 3 zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und dem Freistaat Sachsen 2007 - 2013 gefördert.

Kategorie: 

  • Zu Fuß

Schwierigkeit: 

  • Für Familien mit Kindern
  • Mittlere Schwierigkeit

Höchster Punkt: 

478 m. n. m.

Unterste Punkt: 

226 m. n. m.

Überhöhung: 

567 m

Distanz: 

8.5 km

Dauer: 

3 - 4 h

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